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Friedhofskirche „Heilige Dreifaltigkeit”

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Zweites evangelisches Gotteshaus in Weißenstadt ist die wohl vor 1581 entstandene Friedhofskirche, die durch ihren Reichtum an geschichtlichen Erinnerungen das gesprächigste Denkmal des Ortes ist. In den Jahren 1707 und 1708 wurde sie wegen Baufälligkeit erneuert und erheblich nach Westen hin erweitert. Diese Renovierung bestimmt den jetzigen, von Gotik und Spärtrenaissance beeinflussten Charakter der Kirche.

 

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An Johanni (24. Juni) 1708 fand die Weihe zu Ehren der Heiligen Dreifaltigkeit statt. Der Gottesdienst am Johanni-Tag ist eine bis heute lebendige Tradition; er wurde gestiftet durch den Nürnberger Kaufmann Johann Kießling, einen gebürtigen Weißenstädter, der durch reichliche Geldspenden einen maßgeblichen Anteil an der Erweiterung der Jahre 1707 und 1708 hatte.

 

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2008 beging die Gemeinde die 300. Wiederkehr der Wiederweihe der Friedhofskirche. Aus diesem Anlass erschien eine Festschrift, die im Pfarramt erworben werden kann. Sie beschreibt ausführlich die Kunstgegenstände im Gotteshaus, insbesondere viele alte denkwürdige Grabsteine – fast alle aus weißem Fichtelgebirgsmarmor –, die teils innerhalb, teils außerhalb der Kirche an den Mauern angebracht sind.

 

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In der Friedhofskirche finden die evangelischen und und katholischen Trauerfeiern des Ortes statt; außerdem feiert die evangelische Kirchengemeinde von Pfingsten bis eine Woche vor dem Erntedankfest einen sonntäglichen Frühgottesdienst (8.00 Uhr), der sich großer Beliebtheit erfreut.